Wednesday, January 10, 2007

Zum Hinrichtungsvideo von Saddam Hussein

Das klingt nach Beschiss

Stellen Sie sich mal vor Sie wären ein Wärter in einem Gefängnis mit Gefangenen die in Todeszellen auf die Vollstreckung warten. Dazu braucht es wohl ein dickes Fell. Man lernt Verbrecher wie Menschen mit all Ihren Bedürfnissen, Sorgen, Aengsten kennen und dann werden Sie exekutiert. Vielleicht gewöhnt man sich daran und lernt seine Aufgabe sogar zu schätzen. Je nach Arbeitsmarktlage will man so eine Stelle gar behalten. Dies dürfte in besonderem Masse im besetzten Irak der Fall sein.

Deshalb ein paar Fragen...
Wie kommt es dazu dass ein Video von Saddam Husseins Hinrichtung mit einem Handy aufgenommen und verbreitet wird? Jeder Depp weiss doch das dies Zurückverfolgt werden kann. Der Mann wurde ja auch bereits gefasst und verliert wohl seinen Job.

Werden die Wachleute nicht kontrolliert wenn Sie die Gefängnisse betreten oder ist es nicht weiter wichtig was man rein und raus trägt in irakischen Haftanstalten? In den Todestrakt? Gerade dann, wenn man als Wachpersonal für einen Ex-Diktator eingeteilt ist?

Wird so eine Exekution nicht von Vorgesetzten überwacht? Oder "neutralen" Personen ausgeführt? Dazu muss man wissen das die "Hobbyfilmer" den Erhängten vor seinem Tod massiv beleidigt haben bevor er ins Jenseits befördert wurde.

Können sich irakische Staatsangestellte Videohandys leisten?
In einem Land mit einem Bruttosozialprodukt(BSP) pro Kopf von 462 $ (2003). Kann das pro Kopf Einkommen nicht höher liegen, im Gegenteil es wird um einiges tiefer ausfallen. In Deutschland beispielsweise liegt es bei 30% des BSP aber selbst die Weltbank verfügt über keine genauen Zahlen für den Irak.

All diese Fragen kann man sich selber mit etwas Eigeninitiative selber beantworten.

Wie kommt es nun also zu diesen Aufnahmen und vor allem weshalb?
Geldgier ist nicht anzunehmen, genauso wenig Geltungsdrang, wie gesagt der Filmer kann ganz einfach eruiert werden.
Vielleicht als Information oder Geschichtsaufzeichnung.

Wer profitiert davon?

Ich bin gegen die Todesstrafe aber in diesem einen Fall hat es wohl gar etwas Gutes. Nicht für den Ermordeten versteht sich aber für die Ruhe im Irak. Ein eingesperrter Saddam Hussein wäre weiterhin ein Thema. Streitigkeiten über Haftbedingungen, die Rechtmässigkeit eines Urteils oder gar Neuverhandlungsversuche wären an der Tagesordnung. Seine Anhänger könnten versuchen Ihn freizupressen, in zum Märtyrer hochstilisieren oder kurz gesagt er würde kaum vergessen.

Deshalb kann es einer Regierung die endlich Ruhe im Land anstrebt nur Recht sein das Thema so schnell wie möglich abzuhaken. Was auch geschehen ist, während die "Welt" noch über die Rechtmässigkeit der Verurteilung stritt wurde sie vollstreckt.

Nun hätte man die Vollstreckung wie üblich amtlich über diverse Medien verbreiten können, in erster Linie wohl Zeitungen. Was bei einer Analphabetenrate von 59,6% nur wenige Menschen und zudem mit zeitlichen Verzögerungen erreicht hätte.
Oder über das Fernsehen doch auch dass erreicht nur sehr geringe Teile der Bevölkerung und ist wegen der schlechten Stromversorgung nur selten verfügbar.
Was also liegt näher als die Mitteilung per Mobilnetz zu verbreiten zumal der Irak vollständig abgedeckt ist und zum schauen eines Videos oder Bildern weder Lesen noch Schreiben erforderlich sind.

Wäre ich Verantwortlicher Regierungsmann oder deren Berater einer PR-Firma würde ich das genau so handhaben. Interessant wäre zu erfahren ob und in wiefern der Videotäter bestraft wurde. (Eine Verhaftung allein ist noch keine "Bestrafung")

So liegt die Vermutung nahe das die Videobotschaft von höherer Stelle eingefädelt wurde auch wenn dies wie eine weitere Verschwörungstheorie klingen mag, vertritt dieser Blog diese Meinung, so wahr mir der logische Verstand helfe.

Thursday, November 30, 2006

Sie und Er

Friday, October 20, 2006

Die Putzfrau (Raumpflegerin)

Ich habe zu Hause nie eine Putzfrau oder andere Bedienstete erlebt. Deshalb hatte ich keine Ahnung was das für einen Einfluss auf ein Leben haben kann. In Spanien gehörte, zum Apartement das ich bewohnte, eine allwöchentlich wiederkehrende Frau der Reinigung dazu.

Eine seltsame Erfahrung.

Obwohl sie mich nie bei meinen Aufgaben stört und mir Gutes tut bin ich unangenehm berührt wenn sie meinen Abwasch erledigt, die Fenster und Böden reinigt oder meine Wäsche wäscht. Es ist unerträglich ihr bei der Arbeit zuzuschauen. Ich werde nervös und fühle mich veranlasst zu helfen. Das habe ich nur einmal getan. Lassen Sie das, ich erledige das, wurde ich angefahren und habe begriffen, dass sie das in ihrem Stolz verletzt.
Selbstverständlich unterlasse ich weitere solche Beleidigungen. Denoch reinige ich die Wohnung am Abend vor ihrer Ankunft ein wenig und überlege sehr genau was liegen bleibt und was ich vor ihr verbergen möchte. Immer so das es nicht auffällt.

Während sie hier ist rauche ich nicht in der Wohnung, da sie zwischendurch ihre Zigaretten auf dem Balkon geniesst, rauche ich auch draussen. Natürlich nicht zur gleichen Zeit, ich will ihre wohlverdienten Pausen ja nicht stören.
Ich halte mich nach Möglichkeit stets in einem anderem Zimmer auf. Nur schon die Geräusche ihrer Arbeit veranlassen mich dazu auch mit der Reinigung zu beginnen oder zumindest die Dinge auf meinem Pult zu ordnen. Es ist unmöglich sich aufs Bett zu legen um zu entspannen oder gar zu lesen.

Wie war das wohl in früheren Zeiten? Also es zum guten Ton gehörte Bedienstete einzustellen. Haushälterin, Küchenhilfe, Gärtner, Fahrer, Kammerzofe, usw. möglich das man sich daran gewöhnt. Ich halte es für eine schreckliche Einschränkung der persönlichen Freiheit. Reiche Leute früherer Zeiten, genauso wie die der heutigen Zeit sind Gefangene ihrer eigenen Umstände.

Thursday, October 05, 2006

Adam und Lilith und Eva

Wussten Sie das...

Da glaubt man etwas zu wissen, weil man es schon so oft gehört hat, weil einem alle sagen es sei so, weil man gewisse Dinge einfach nicht, oder zu wenig hinterfragt.
Und dann, wenn man sich mal damit befasst, stellt sich heraus das alles ganz anders ist.

Wir kennen alle das Märchen von Adam und Eva, ein Paar von Gott geschaffen, angeblich die Eltern aller Menschen. Somit die ersten beiden Erdbewohner. (Das dies eine schwachsinnige Erklärung für die Entstehung der Menschheit ist, lassen wir mal weg.)
Aber das stimmt gar nicht!
Adam war zwar der erste Mann, aber Eva nicht die/seine erste Frau!
Die hiess Lilith.

Ihre Geschichte.
Gemäss jüdischer Lehre, erschuf Gott Adam und Lilith aus demselben Lehm, nachdem Gott Lilith entjungfert hatte schickte er Sie zu Adam mit der Anweisung sich Ihm zu unterwerfen. Das heisst Sie sollte beim Sex unten liegen. (Ob es wohl deshalb Missionarsstellung heisst lässt sich nur vermuten.) Adam gefiel das sehr, Ihr weniger, weshalb Sie sich weigerte und daraufhin vom ach so barmherzigen Gott in die Wüste geschickt wurde, zum sterben. Sie starb aber nicht, noch eine Befehlsverweigerung, sondern überlebte alle und ist heute die Göttin der Unterwelt oder die Braut Satans, je nach Quelle.
Adam der sich sehr einsam fühlte wandte sich an Gott und der hatte ein einsehen, nahm eine Rippe Adams und formte Ihm eine Frau ohne sich erst an Ihr zu vergehen. Das war Eva die unterwürfige. Den Rest mit Baum und Schlange kennen wir alle.

Da steht in der Bibel aber nix davon oder was anderes, werden die Bibelbewanderten jetzt sagen, aber auch das stimmt so nicht. In der Bibel steht ganz klar: Gott erschuf die/den Menschen nach seinem Abbild. Also Mehrzahl und nicht den Mann. Ausserdem steht da das Adam sich einsam fühlte bevor er sich für eine Gespielin an Gott wandte. Wie kann man sich einsam fühlen wenn man vorher noch nie zweisamkeit erlebt hat? Hier scheint die Bibel etwas zu verschweigen.

Warum nur?
Vielleicht wollte man den Frauen kein selbstständiges Vorbild geben oder verschweigen das Gott Sex hatte oder man hatte schlicht keine Ahnung, wer weiss.
Auf jeden Fall lehrt uns diese Geschichte auch scheinbar gültiges immer wieder von neuem zu hinterfragen und niemals etwas als gegeben hinzunehmen. Was hier in diesem Blogg geschehen soll so wahr mir Gott helfe oder irgend ein anderes höheres Wesen oder wer auch immer.

Wednesday, September 06, 2006

Blochers Schreiber

Ein Schreibgerät packt aus.

Wenn ich der Schreiber Blochers wär, dann hät ich was geschrieben. Seitenweise Papier hinter mir gelassen. Ich hätte weit ausgeholt und doch vereinfacht. Eine Unzahl von Ideen und Gedanken verbreitet, auch Verträge unterzeichnet.
Der kleine Chrigi hätte mit mir gezeichnet und vielleicht im Franz Carl Weber-Katalog die Weihnachtswünsche angekreuzt. Dazu bliebe heute wenig Zeit. Zu viele wichtige Papiere.
Ich frage mich, ob ich seiner Frau jemals einen Liebesbrief geschrieben hätte, oder vielen Frauen viele. Würde ich ein Tagebuch führen?

Sicher würde ich viele Belege abzeichnen und das Wort Arschloch oder Sauhund irgendwo, als Randnotiz vermerken. Eine Fülle von Notizen, einfach nach Schlagwörtern geordnet, so das nie die Uebersicht verloren geht. Schön dieser immerwährende Gedankenfluss, ich nennte ihn scherzhaft braune Sauce. Ein Fluss mit tiefen Gründen und wendigen Stromschnellen. Ein Fluss, mächtig wie er die Landschaft formt, jederzeit bereit den Menschen die Grenzen aufzuzeigen, auch im Umgang mit der Natur.

Ich hätt auch schon gelogen, ob vorsätzlich oder unbeabsichtigt, wahrscheinlich eine Mischung von beidem, aber das gehört dazu. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will hier nichts beschönigen. Unter den anderen Schreibern wäre ich umstritten, besonders bei den Linkshänderschreibgeräten, bei vielen gehört Wahrheit und Fairness zum guten Ton. Doch alle wären vor Neid erblasst als ich Bundesratsschreiber wurde, denn mein Gekritzel hät Gewicht. Ich visierte Kündigungen und Absagen, sogar Gesetze was mir je nachdem schwer fallen würde. Auch all die Kondolenzkarten würden mir zu schaffen machen, jetzt wo die alte Garde langsam abtritt. Keine leicht Aufgabe, dass zehrt an der Substanz. Doch ich bin was ich bin, ein Schreibgerät und wissen Sie was? Lieber seins als der Schreiber vom Mörgeli.

Thursday, August 03, 2006

2B or not 2B

Wednesday, July 26, 2006

Hizbollah und Israel auf dem Schulhof

Mit ein bischen Phantasie.

Stellen Sie vor, Sie gehn an einem Schulhof vorbei und erleben folgende Szene.
Ein Kindergärtner beleidigt einen Hauptschüler, Arschloch! sagt er dem. Worauf der Hauptschüler dem Kleinen die Faust ins Gesicht schlägt. Das reicht aber nicht. Der Hauptschüler sucht die Schwester des Kindergärtners und schlägt auch diese nieder. Danach den Bruder, die Mutter, den Cousin und den Onkel.

Das wirft verschiedene Fragen auf.

Hat der Hauptschüler überreagiert?
Meiner Meinung nach ja. Der Hauptschüler müsste, da älter, stärker und "weiser", denn Kleinen zurechtweisen mit allen verbalen Mitteln. Sich eventuell an die Kindergartenlehrerin wenden, mit der bitte, den Kindergärtner zu belehren und nach Ihrem Ermessen zu bestrafen.
Wäre dem Hauptschüler die Hand sogenannt "ausgerutscht" wäre das nicht gut, aber man könnte es nachvollziehen. Unentschuldbar ist aber die Gewaltanwendung gegen völlig unbeteiligte.

Wer hat Schuld am Konflikt?
Der Kleine hat angefangen. Vorausgesetzt das er den Hauptschüler grundlos beleidigt hat. Allerdings ist er nicht Schuld an der Eskalation. Und schon gar nicht, kann er zur Verantwortung gezogen werden, für die blutenden Verwandten.

Wer könnte vermitteln?
Wie bereits gesagt wäre evtl. die Kindergartenlehrerin dazu geeignet. Sollte sich diese weigern, könnte sich der Hauptschüler an die Schulleitung wenden. Diese muss dafür sorgen, dass den Kindergärtnern verbindliche Anstandsregeln vermittelt werden. Im Gegenzug muss dem Hauptschüler klargemacht werden das seine Reaktion unangemessen war und unbeteiligte nicht in einen solchen Konflikt hineingezogen werden dürfen.

Der Blog heisst: Hizbollah und Israel auf dem Schulhof

Die Hizbollah sind gemessen an Ihren Waffen hier die Kindergärtner, Sie feuern mit veralteten Raketen auf eine Atommacht, besitzen keine Flugzeuge und noch nicht einmal Flugabwehr. Die Israelis hingegen werden von der einzigen verbliebenen "Supermacht" gedeckt. Sind also die stärkeren und sollten demnach auch die "weiseren" sein.

Die Hizbollah entführt zwei israelische Soldaten. Die israelische Armee wirft daraufhin Bomben auf deren Stellungen. Aber damit nicht genug. Sie bombardieren Treibstofftanks, Autobahnen, Brücken und sogar UNO Stützpunkte im Libanon.

Das wirft Fragen auf.

Hat Israel überreagiert?
Meiner Meinung nach ja. Niemals rechtfertigen Entführungen bombardements auf was auch immer. Das ist ein bischen so als hätte Italien, nach der Entführung eines Bürgers durch die CIA, Langley dem Erdboden gleichgemacht. Hätte Israel kurzerhand die Hizbollahstellungen zerschossen, wäre das nicht gut, aber man könnte es nachvollziehen. Unentschuldbar ist aber die Gewaltanwendung gegen völlig unbeteiligte.

Wer hat Schuld an dem Konflikt?
Die Hizbollah hat angefangen könnte man sagen. Man muss aber folgende Fakten miteinbeziehen: In israelischen Gefängnissen sitzen weit über tausend Hizbollahanhänger seit Jahren ohne Gerichtsverhandlungen ein. Das erklärte Ziel der Hizbollah ist es diese freizupressen. In der Vergangenheit hat man solches bereits erreicht. Unter diesen Gesichtspunkten relativiert sich die Entführung, entschuldigen lässt sie sich dadurch nicht.

Wer könnte Vermitteln?
Das ist in diesem Fall schwierig. Die Kindergartenlehrerin, der Iran und/oder Syrien ist ungeeignet. Genauso die Vereinigten Staaten, der Hauptlehrer. Vermitteln kann meiner Meinung nach nur die Schulleitung, sprich die UNO. Die Kindergartenlehrerin und der Hauptschullehrer und alle Beteiligten werden angehört, danach entscheidet die Schulleitung allerdings unabhängig, ohne Vetorechte.

Allen Beteiligten muss klargemacht werden, dass Gewalt keine Lösung ist. Für gar nichts.